Wir verfügen über eine Reihe von Mechanismen, um Einflüsse von außen abzuwehren und die eigene Integrität zu wahren. Entscheidend ist der Umgang mit solchen Widerständen und Abwehrmechanismen, die sich einst als hilfreiche Notmaßnahmen und notdürftige Lösungsversuche zum Schutz vor zu starkem Schmerz oder überwältigenden Gefühlen entwickelt haben. Es ist erschöpfend und schwierig, sich mit diesen Mechanismen auf ein Ringen einzulassen. Vieles geht leichter und schneller, wenn wir z.B. die Abwehr unterstützen und sie somit der Beobachtung zugänglich machen. Die unbewussten Abwehrstrategien werden zur Kooperation eingeladen. Es ist das Unbewusste, was bestimmt, was möglich ist in einer Sitzung, und was nicht. Erst wenn es sich in der therapeutischen Beziehung nicht bedroht fühlt, wird es die empfindlichsten Informationen freigeben, kann sich Verletzlichkeit zeigen und Offenheit entstehen für alles, was ans Licht treten will.

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