“Um glücklich zu sterben, muss man Leben lernen. Um glücklich zu leben, muss man Sterben lernen.”

Konfrontation mit unserer Sterblichkeit

Die Diagnose einer schweren und tödlichen Krankheit oder der Verlust eines geliebten Menschen – die Wucht dieses Aspekt des Lebens trifft uns wie einen Keulenschlag und katapultiert uns aus dem „normalen“ Leben, die Zeit bleibt stehen. In der Begegnung mit dem Tod erleben wir eine Erschütterung, die uns an die tiefsten und wesentlichsten Fragen des Lebens und des Daseins führt.

Doch wir tun uns in unserer Leistungsgesellschaft schwer mit Kranken, Gebrechlichen, Sterbenden, Trauerenden – und mit der Zerbrechlichkeit unserer eigenen Existenz. Gerade weil wir ständig versuchen, unser Leben zu „managen“, zu kontrollieren und der Schmied des eigenen Glücks zu werden, ist die Einsicht in die Verletzlichkeit des eigenen Lebens und die Konfrontation mit seiner Endlichkeit die größte Herausforderung an unser ganzes Sein und Empfinden. Krankheit und Sterben geht häufig einher mit zunehmenden Kontrollverlust, der eine große Bedrohung darstellt für unsere gewohnte Art, die Probleme des Lebens zu meistern. 

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Trauer

Wir haben aber auch verlernt zu trauern, deshalb wirken Trauernde im Alltag schnell störend. Sie werden von ihrer Umgebung gedrängt, doch alsbald “loszulassen” und mit dem Trauerprozess “durch” zu sein. Trauernde sind meist sich selbst überlassen, isoliert und einsam.

Zeit und Vergessen jedoch heilen die Wunden nicht. Jeder Trauerprozess läuft anders und findet seinen ganz eigenen, individuellen Weg, auch wenn er Jahre oder Jahrzehnte dauert. Die Trauer durchdringt all unsere Schutzschichten – und es gibt keine Abkürzung für unsere Verzweiflung, Angst, Schmerz und auch Wut.

Sterben und Tod ist ein Prozess, der uns in Kontakt bringt mit dem Mysterium des Lebens. Wir können und sollten uns auf diese unbegreifbare Wandlung einstellen und das letzte Stück Weg des Lebens bewusst gestalten, um so dem Tod angstfrei begegnen zu können.

Die Trauer ist völlig natürlich und normal – ein Lösungsprozess nach dem Verlust eines geliebten Menschen. Und in diesem Prozess steckt auch eine enorme Energie, die kreativ für einen neuen Lebensbeginn eingesetzt werden will.

Ich biete meine Unterstützung und Begleitung an, sowohl für akut Betroffene, aber auch für Angehörige, Freunde, Nahestehende:

  • Beratung und Unterstützung nach einer infausten Diagnose
  • Homöopahtische Begleitung im Sterbeprozess
  • Gestaltung von Abschiedsritualen, Totenwaschung, Aufbahrung, Totenwache…
  • Begleitung Ihres Trauerprozess
  • Regelmäßige Trauergruppen

 

“Der Tod beendet das Leben, aber nicht die Liebe.”

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